Ziele

Die kommunale Wärmeplanung richtet den Blick nach vorn. Sie beschreibt, wie sich die Wärmeversorgung in Brandenburg an der Havel langfristig entwickeln soll, damit sie auch in Zukunft klimafreundlich, verlässlich und bezahlbar bleibt.

Dabei geht es nicht um kurzfristige Entscheidungen, sondern um eine gemeinsame Zielrichtung, an der sich Stadt, Stadtwerke, Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen orientieren können.

Diese Seite beschreibt das langfristige Zielbild der kommunalen Wärmeplanung in Brandenburg an der Havel. Sie zeigt, wohin sich die Wärmeversorgung entwickeln soll und warum eine gemeinsame Zielrichtung wichtig ist.

Warum braucht Brandenburg an der Havel eine Vision für die Wärmeversorgung?

Die Wärmeversorgung ist einer der größten Hebel für den Klimaschutz – und zugleich ein zentraler Kostenfaktor im Alltag vieler Menschen und Betriebe. Ohne eine langfristige Zielrichtung entstehen Einzelentscheidungen, die später teuer, ineffizient oder schwer korrigierbar sein können.

Die kommunale Wärmeplanung schafft deshalb einen verbindenden Orientierungsrahmen, der hilft, Entwicklungen frühzeitig einzuordnen, Investitionen besser abzuschätzen, und die Wärmewende planvoll zu gestalten.

Welches Ziel verfolgt die Stadt bis 2045?

Brandenburg an der Havel verfolgt das Ziel, die Wärmeversorgung der Stadt bis zum Jahr 2045 schrittweise treibhausgasneutral zu gestalten.

Dabei werden drei Aspekte gleichwertig berücksichtigt:

  • Klimaschutz,
  • Versorgungssicherheit,
  • Bezahlbarkeit.

Der Weg dorthin soll realistisch, verlässlich und sozial ausgewogen sein.

Was bedeutet diese Vision konkret für Brandenburg an der Havel?

Brandenburg an der Havel ist eine Stadt mit sehr unterschiedlichen Strukturen: von dicht bebauten Quartieren über historische Stadtbereiche bis hin zu Einfamilienhausgebieten.

Die kommunale Wärmeplanung trägt dieser Vielfalt Rechnung. Sie verfolgt keinen Einheitsansatz, sondern prüft differenzierte Lösungen für unterschiedliche Stadtbereiche, zum Beispiel:

  • zentrale Wärmeversorgung dort, wo sie sinnvoll ist,
  • dezentrale Lösungen dort, wo individuelle Systeme besser passen,
  • Weiterentwicklung bestehender Infrastrukturen.

So entstehen realistische Perspektiven, die zur Stadt passen.

Welche Ziele stehen im Mittelpunkt der Wärmeplanung und wie sieht der Weg dorthin aus?

Die kommunale Wärmeplanung verfolgt mehrere miteinander verknüpfte Ziele:

  • Reduzierung der CO₂-Emissionen im Wärmesektor
  • Ausbau erneuerbarer Energien und Nutzung unvermeidbarer Abwärme
  • Steigerung der Energieeffizienz und Senkung des Wärmebedarfs
  • Sicherung einer langfristig bezahlbaren Wärmeversorgung
  • Schaffung von Orientierung und Planungssicherheit

Diese Ziele bilden den Rahmen für alle weiteren Analysen und Szenarien.

Wie sieht der Weg dorthin aus?

Die Umstellung der Wärmeversorgung ist ein langfristiger Prozess und erfolgt schrittweise:

  • Kurzfristig: Analyse der Ausgangslage und Entwicklung von Zielszenarien
  • Mittelfristig: Vertiefende Prüfungen und Vorbereitung konkreter Projekte
  • Langfristig: Umsetzung, Weiterentwicklung und regelmäßige Überprüfung

Die kommunale Wärmeplanung wird dabei kontinuierlich fortgeschrieben und an neue Erkenntnisse angepasst.