Daten & Analyse
Eine verlässliche kommunale Wärmeplanung braucht eine solide Grundlage. Deshalb basiert die Wärmeplanung für Brandenburg an der Havel auf umfangreichen Datenanalysen, die die heutige Situation abbilden und zukünftige Entwicklungen realistisch einschätzen lassen. Die Analysen dienen dazu, Chancen und Potenziale sichtbar zu machen – nicht, um Entscheidungen für einzelne Gebäude vorwegzunehmen.
Hier erfahren Sie, auf welchen Daten und Analysen die kommunale Wärmeplanung basiert. Die Seite erklärt, welche Informationen betrachtet werden und warum sie für eine fundierte Planung notwendig sind.
Warum spielen Daten und Analysen eine so wichtige Rolle?
Die Wärmeversorgung einer Stadt ist komplex. Sie hängt unter anderem ab von:
- der Art und dem Zustand der Gebäude,
- dem aktuellen Wärmebedarf und -verbrauch,
- bestehenden Heizsystemen und Infrastrukturen,
- sowie lokalen Potenzialen für erneuerbare Energien und Abwärme.
Erst auf Basis belastbarer Daten lässt sich beurteilen, welche Wärmeversorgungsoptionen in welchen Stadtbereichen grundsätzlich sinnvoll sein können.
Welche Daten werden betrachtet?
Im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung werden verschiedene Daten zusammengeführt und ausgewertet, darunter:
- Wärmebedarf und Wärmeverbrauch für Raumwärme und Warmwasser,
- Gebäudetypen und Baualtersklassen,
- bestehende Wärmeversorgungsstrukturen (z. B. Einzelheizungen, Wärmenetze),
- Treibhausgasemissionen im Wärmesektor.
Die Auswertung erfolgt auf aggregierter Ebene und nicht gebäudescharf.
Bestandsanalyse – der Blick auf die heutige Situation
In der Bestandsanalyse wird untersucht, wie die Wärmeversorgung in Brandenburg an der Havel derzeit organisiert ist.
Sie zeigt unter anderem:
- wo besonders viel Wärme benötigt wird,
- welche Energieträger aktuell genutzt werden,
- und in welchen Stadtbereichen besondere Herausforderungen oder Chancen bestehen.
Diese Analyse bildet die Grundlage für alle weiteren Schritte der Wärmeplanung.
Potenzialanalyse – welche Möglichkeiten gibt es?
Aufbauend auf der Bestandsanalyse werden in der Potenzialanalyse verschiedene Optionen für eine klimafreundliche Wärmeversorgung betrachtet.
Dazu gehören unter anderem:
- erneuerbare Wärmequellen,
- unvermeidbare Abwärme aus Prozessen oder Anlagen,
- Einsparpotenziale durch Effizienzsteigerung,
- Möglichkeiten zur Weiterentwicklung oder zum Ausbau von Wärmenetzen.
Die Potenzialanalyse zeigt Möglichkeiten auf, trifft aber noch keine Festlegungen.
Wie werden die Daten ausgewertet?
Für die kommunale Wärmeplanung wird ein digitales Abbild der Stadt genutzt.
Dieses bündelt die relevanten Informationen und ermöglicht es, unterschiedliche Zukunftsszenarien zu berechnen und miteinander zu vergleichen. So kann geprüft werden,
- wie sich der Wärmebedarf entwickeln könnte,
- welche Versorgungsoptionen technisch grundsätzlich denkbar sind,
- und wie sich verschiedene Ansätze langfristig auswirken.
Was lässt sich aus den Analysen ableiten – und was nicht?
Die Analysen liefern wichtige Erkenntnisse für die weitere Planung:
✔ Sie helfen dabei, geeignete Wärmeversorgungsoptionen auf Quartiersebene zu identifizieren.
✔ Sie bilden die Grundlage für die Entwicklung von Zielszenarien und Maßnahmen.
Sie bedeuten jedoch nicht:
- keine Entscheidungen für einzelne Gebäude,
- keine Aussagen zur individuellen Heizungswahl,
keine unmittelbaren Investitionsentscheidungen.
Wie geht es nach den Analysen weiter?
Die Ergebnisse aus Bestands- und Potenzialanalyse fließen in die Entwicklung von Zielszenarien ein.
Auf dieser Grundlage werden im nächsten Schritt mögliche Strategien und Maßnahmen für die zukünftige Wärmeversorgung erarbeitet.
